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Rettungswache BRK Bayerisches Rotes Kreuz

Das Gebäude umfasst eine Rettungswache für drei Rettungsfahrzeugen und Platz für drei zusätzliche Fahrzeuge im Katastrophenschutzzentrum für ehrenamtliche Einsatzkräfte.

Städtebau und Kubatur
Der Neubau gliedert sich in ein Ensemble aus Hauptgebäude, Garagenbaukörper und einem Nebengebäude für zusätzliche Stellplätze. Die städtebauliche Setzung folgt einer funktionalen und immissionsschutzrechtlichen Logik: Das zweigeschossige Hauptgebäude wird zur angrenzenden Wohnbebauung hin positioniert und übernimmt gleichzeitig eine schallabschirmende Funktion gegenüber dem rückwärtig angeordneten Rüstplatz. Die Garagen- und Nebenbaukörper orientieren sich hingegen in Richtung der benachbarten gewerblichen Nutzungen und bilden eine klare funktionale Zonierung des Grundstücks aus.

Die Höhenentwicklung des Hauptgebäudes nimmt Bezug auf die umgebende Bebauungsstruktur und fügt sich maßstäblich in den Kontext ein.

Funktion und Organisation
Das Raumprogramm umfasst eine Rettungswache für drei Einsatzfahrzeuge sowie zusätzliche Stellplätze für den Katastrophenschutz, die ehrenamtlichen Einsatzkräften zur Verfügung stehen.

Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes sind sämtliche funktionsrelevanten Bereiche der Rettungswache angeordnet, während das Obergeschoss die Flächen des Katastrophenschutzes aufnimmt. Die klare vertikale Trennung ermöglicht eine unabhängige und zugleich synergetische Nutzung beider Organisationseinheiten.

Der Garagenbaukörper ist als funktionales Rückgrat der Anlage konzipiert und vereint Fahrzeugstellplätze mit den zugehörigen Neben- und Funktionsräumen. Die straßenseitige Fassade wird durch sechs großformatige Hallentore geprägt, die eine schnelle und effiziente Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge gewährleisten. Die Ein- und Ausfahrt ist dabei witterungsgeschützt zurückgesetzt ausgebildet.

Der Haupteingang des Hauptgebäudes ist ebenfalls zurückversetzt und formuliert einen überdachten Vorbereich, der als adressbildendes Element dient und eine klare Besucherführung unterstützt.

Architektonisches Konzept
Die Baukörperausbildung folgt einer klaren, funktional geprägten Architektursprache. Durch die differenzierte Anordnung und Ausbildung der einzelnen Gebäudeteile entsteht ein ablesbares Gefüge, das die unterschiedlichen Nutzungsbereiche logisch strukturiert und gleichzeitig eine eindeutige Orientierung auf dem Gelände ermöglicht.

Fotos: greßmann söllner architekten gmbh

Projekt Informationen

  • Art:
    Neubau
  • Projektjahr:
    2021
  • Ort:
    Nittendorf
  • Leistungsphasen:
    LPH 1-9
  • Bruttogrundfläche:
    761 m²
  • Bruttorauminhalt:
    3.128 m³
  • Nutzfläche:
    5.540 m²