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Schlagwort: Bayern

Ilmtalklinik Pfaffenhofen BA1 Erweiterungsbau

Ilmtalklinik BA 1 Erweiterungsbau

Die Ilmtalklinik Pfaffenhofen, ein in den 1980er Jahren errichteter Klinikkomplex aus mehreren Gebäudeteilen für Funktions-, Pflege- und Praxisbereiche, wird umfassend in fünf Bauabschnitten saniert und zukunftsfähig weiterentwickelt. Vor dem Hintergrund gestiegener Fallzahlen, veränderter medizinischer Anforderungen und technischer Entwicklungen zeigte der Bestand zunehmend strukturelle und funktionale Grenzen für einen zeitgemäßen Klinikbetrieb.

Zentraler Bestandteil der Gesamtmaßnahme ist ein neu errichteter Erweiterungsbau, der im ersten Bauabschnitt realisiert wurde. Über eine zweigeschossige Brückenkonstruktion ist dieser sensibel und funktional an den Bestand angebunden. Der Neubau schafft die dringend benötigten Ausweich- und Ergänzungsflächen und bildet damit die Grundlage für die abschnittsweise Sanierung des laufenden Klinikbetriebs.

Im Erweiterungsbau sind ein Medizinisches Versorgungszentrum mit orthopädischer Praxis und physikalischer Therapie sowie zwei Bettenstationen untergebracht. Die neue Struktur stärkt die interdisziplinäre Versorgung und verbessert gleichzeitig die betrieblichen Abläufe innerhalb der Gesamtanlage.

Parallel dazu wurde im Bestand im Rahmen des ersten Bauabschnitts die Zentrale Notaufnahme vollständig neu organisiert. In zwei Geschossen entstanden optimierte Funktionsbereiche mit Liegendkrankenvorfahrt, Zentralumkleiden, Wäscheversorgung sowie Technik- und Nebenflächen. Ergänzt wird dies durch die Umnutzung einer bestehenden externen Praxisfläche zur neuen zentralen Notaufnahme im Erdgeschoss sowie die Verlagerung der Personalumkleiden in den Bereich der ehemaligen Physikalischen Therapie im Untergeschoss.

Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die neu errichtete Energiezentrale im Wirtschaftshof mit Transformatoren, Mittel- und Niederspannungshauptverteilung sowie einer unterirdisch geführten, redundanten Energieanbindung zur Sicherstellung der Klinikversorgung.

Durch diese gezielte funktionale Neuordnung und die bauliche Erweiterung wird die Voraussetzung geschaffen, die weiteren vier Bauabschnitte im laufenden Betrieb umzusetzen und die Ilmtalklinik langfristig in eine moderne, leistungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Krankenhausstruktur zu überführen.

Fotos: Außenaufnahmen greßmann söllner architekten gmbh, Innenaufnahmen Erich Spahn

Ilmtalklinik Pfaffenhofen

Comenius Gymnasium Deggendorf

Denkmalsanierung und Erweiterung des Comenius Gymnasium Deggendorf abgeschlossen

Mit dem Abschluss der Erweiterung und Generalsanierung wurde das Comenius-Gymnasium umfassend modernisiert und zukunftsfähig weiterentwickelt. Das staatliche Gymnasium mit Internat und rund 850 Schülerinnen und Schülern besteht aus einem denkmalgeschützten Altbau aus dem Jahr 1913 sowie mehreren Bau- und Sanierungsabschnitten.

Zur Kompensation bestehender Raumdefizite entstand Ende 2016 im Bereich des Schulhofs ein dreigeschossiger Erweiterungsbau mit neun zusätzlichen Klassenzimmern und rund 400 m² Nutzfläche. Der Neubau wurde im Passivhaus-Standard errichtet und erfüllt damit hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die technische Gebäudeausstattung umfasst eine zentrale Lüftungsanlage sowie eine moderne Pelletsheizung mit effizienter Wärmerückgewinnung, die zugleich den historischen Altbau mitversorgt.

Im Frühjahr 2017 begann die Generalsanierung des rund 2.470 m² großen denkmalgeschützten Bestandsgebäudes. Ziel der Maßnahme war es, die Schule sowohl baulich als auch technisch und energetisch an die Anforderungen eines zeitgemäßen Schulbetriebs anzupassen. Neben umfangreichen Modernisierungen der technischen Infrastruktur wurden insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung des Schall- und Brandschutzes sowie der Raumakustik innerhalb der Klassenzimmer umgesetzt.

Die Sanierungsarbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, um die historische Bausubstanz nachhaltig zu erhalten und gleichzeitig moderne Nutzungsanforderungen zu integrieren.

Durch die Nutzung des Erweiterungsbaus sowie zusätzlicher Internatsräume konnten Auslagerungen organisiert und der laufende Schulbetrieb während sämtlicher Bauphasen uneingeschränkt aufrechterhalten werden.

Mit der Fertigstellung der Gesamtmaßnahme präsentiert sich das Comenius-Gymnasium heute als moderne, funktionale und energetisch zukunftsfähige Bildungseinrichtung, die den denkmalgeschützten Bestand sensibel mit zeitgemäßer Architektur und nachhaltiger Gebäudetechnik verbindet.

Comenius Gymnasium Deggendorf

Fotos: Erich Spahn